Gegen den Trend

Zur Zeit ist jeder im Diablofieber und es fällt schwer sich davon nicht mitreißen zu lassen. Egal wohin man schaut, an jeder Ecke wird über das Spiel geredet, überall findet man Fan Videos, Bilder oder lustige Aktionen rund um das Spiel. Aktuell schaffe ich es noch mich dem Trend zu verweigern…

 

Diablo Event in Paris

 

Das eigentliche Problem dabei ist, dass es mir das Spiel nicht sonderlich einfach macht es zu mögen. Als vor etwa einem halben Jahr die ganze Welt über Skyrim gesprochen hat da war es einfacher. Skyrim war einfach nur ein Spiel. Ein sehr gutes Spiel und es wurde zu Recht gehypt. Diablo aber ist wesentlich mehr als ein Spiel. Hier hängt noch ein ganzer Rattenschwanz von Dingen dran die mir nicht gefallen und die als Sinnbild dafür stehen was in der Videospielbranche aktuell falsch läuft.

Da wäre erst einmal der always on Kopierschutz der eine ständige Internetverbindung verlangt. Inzwischen ist das ja eigentlich nicht mehr so neu aber bis jetzt haben die Spieler solche Titel immer wieder abgestraft und Ubisoft, der Vorreiter auf dem Gebiet musste sich einige Kritik gefallen lassen. Bei Diablo scheint es aber keinen zu interessieren. Man ist einfach zu heiß auf das Spiel. Dabei könnte gerade Diablo den Damm brechen und dafür sorgen, dass in Zukunft jedes Spiel eine ständige Internetverbindung benötigt. Der Trend gefällt mir leider gar nicht wenn ich bedenke wie oft ich im Zug oder an der FH ohne richtige Verbindung unterwegs bin.

Als nächstes haben wir da noch das Echtgeld-Auktionshaus. Eine weitere Sache die unglaubliche Tragweite haben könnte. Für alle die nicht wissen was hier gemeint ist: Man kann im Spiel seine Items nicht nur gegen Gold verkaufen sondern auch gegen reales Geld. Zwar ist das aktuell nur auf bestimmten Servern erlaubt aber ich schätze das ist nur der Anfang. Denn wenn das System erfolg hat, dann werden wir es auch bald in anderen Spielen finden. MMOs um genau zu sein. Und wer meine Abneigung gegen Itemshops kennt der wird sich in etwa ausmalen können wie ich zu sowas stehe.

Allgemein betrachte ich den Bereich der Videospiele mit immer mehr Sorgen. Ich meine vielleicht bin ich einfach nur rückständig und kann mich der Zeit nicht anpassen aber warum legt heute keiner mehr Wert darauf, dass Videospiele in einer Schachtel mit Handbuch und Extras gekauft werden, dass man das Spiel einfach nur installiert und dann los legen kann, dass man ein fertiges Spiel bekommt welches nicht erst durch DLCs fertig wird, dass Echtes Geld in einem Spiel nichts zu suchen hat oder dass Spiele keine Daten über mich sammeln sollen.

Ich würde ja gern sagen, dass früher vieles einfacher war (und das war es in den meisten Fällen) aber auch damals lief nicht alles perfekt. Ich weiß nicht ob sich noch jemand daran erinnert aber es gab bei Diablo 2 auch einen Skandal weil das Spiel den Arbeitsspeicher geprüft hat um nach Cheatprogrammen zu suchen. Es gab einen riesen Aufschrei wegen Datenschutz und ähnlichem. Heute macht das jedes zweite Programm und keinen interessiert es mehr… (was ich jetzt nicht als gut oder schlecht bewerten will)

Worum es mir eigentlich geht ist, dass sich zumindest für mich heute nicht mehr die Frage stellt ob ein Spiel Spaß macht oder nicht sondern auch ob ich mit den ganzen Randbedingungen einverstanden bin. Könnte ich Diablo 3 einfach nur kaufen und spielen dann würde es schon längst auf meinem Schreibtisch liegen. Aber so einfach ist es heute nicht mehr.

Auf der anderen Seite kann man aber auch fragen was es denn bringt wenn ich mir das Spiel nicht kaufe. Diablo 3 ist das vielleicht erfolgreichste Spiel, dass jemals gestartet ist. Es wird für Blizzard eine Goldgrube sein und die komplette Industrie darin bestätigen, dass das was sie gemacht haben richtig ist. Ähnliches bei Mass Effect 3. Auch hier gab es einige Dinge wie die DLC und Bonus Geschichten die mir nicht gefallen haben. Die einigen nicht gefallen haben. Trotzdem hat sich das Spiel extrem gut verkauft. Es wird zwar immer wieder betont wie Kundenfreundlich Skyrim war und auf den Erfolg des Spiels hingewiesen aber Fakt ist doch eigentlich:

Die Spieler interessiert Kundenfreundlichkeit nicht so lange das Spiel nur einen großen Namen hat!

 

MfG Thomas

Tribute von Panem

So also ich hatte mir ja so einiges vorgenommen. Ich wollte mir die Avengers ansehen, 648 Pokemon fangen und das Augen-Optik-Mädchen ansprechen. Davon habe ich bis jetzt aber noch nichts geschafft. Aber alles ist irgendwie in Planung. Für den Film hab ich schon jemanden der mit geht, an den Pokemon arbeite ich und mit dem Mädchen… naja das ist nicht so einfach. Aber ich wollte auch mit meiner Schwester die Tribute von Panem anschauen. Zumindest das habe ich geschafft!

 

 

Bevor wir im Film waren habe ich noch schnell das Buch gelesen. Das ist eigentlich sehr schön geschrieben. Das komplette Geschehen wird aus der Sicht von Katniss beschrieben und auch nur aus ihrer Sicht. Alles was sie nicht mitbekommt bekommt auch der Leser nicht mit. Das lässt das Buch sehr intensiv werden, auch weil man alle ihre Gedanken mitbekommt. Die eigentliche Geschichte geht auch in Ordnung und vermittelt auch einiges auf der Metaebene. Leider ist der wichtigste Nebencharakter aber eine total nutzlose Figur und mir recht unsympathisch. Das zieht das Buch leider etwas runter.

 

Im Gunde geht es um die Hunger Spiele. Diese werden jedes Jahr in Panem, einem Staat der sich aus den zerstörten Überresten der USA gebildet hat,ausgetragen. Dazu werden aus jedem Bundesstaat, hier Distrikte genannt, je zwei Kinder ausgewählt. Diese werden in die Hauptstadt gebracht wo sie in einer Arena gegeneinander kämpfen. Bis zum Tod. Und das wird dann auch noch im TV übertragen. Das Kind welches gewinnt, kann für seinen Distrikt dann Nahrung und andere überlebenswichtige Güter gewinnen. Für die meisten Menschen ist es aber schon Belohnung genug wenn nicht ihr eigenes Kind ausgewählt wird.

 

Der Film schafft es aber leider nicht so gut zu sein. Im Grunde hätte man meiner Meinung nach versuchen sollen die extreme Fixierung auf Katniss auch im Film unterzubringen. Ich stelle mir da vor, dass sie immer wieder aus dem Off ihre Gedanken zum aktuellen Geschehen einwirft ähnlich wie das im Buch passiert. Sin City ist da ein eigentlich recht gutes Vorbild wie man es machen könnte. So gestaltet sich der Film aber wie viele andere auch und sticht nicht wirklich aus der Masse heraus. Das ist leider verschenktes Potenzial.

 

 

Der Film sitzt auch etwas zwischen den Stühlen. Er will Kritik üben, er will das gesellschaftliche Ungleichgewicht zeigen, er will polarisieren und er will unbequem sein. In den ersten Minuten funktioniert das auch noch sehr gut. Da marschieren die Bewohner auf und warten darauf, dass zwei zufällige Kinder mehr oder weniger zum Tode verurteilt werden. Da kommen Emotionen auf und alles erinnert stark an den Kommunismus der Sowjets oder das heutige Nord-Korea. Das geht dem Zuschauer nah und regt zum nachdenken an. Aber im Laufe der Geschichte verliert sich das immer weiter. Spätestens als es dann zu den namensgebenden Hunger Games kommt verliert sich die Kritik. Dann wandelt sich der Film sehr zum Actionfilm. Das eigentlich verwerfliche Grundproblem, Kinder die sich in einer Arena gegenseitig töten, ist zwar da und ständig im Bild aber der Film setzt sich damit nicht mehr wirklich auseinander. Im Buch hinterfragt Katniss das immer in Gedanken. „Was denken die Zuschauer wohl gerade?“, „Die Kameras werden das sicher schneiden“ oder „Was wird meine Familie wohl gerade über mich denken?“. Außerdem sieht man im Buch wie gesagt immer nur die Sicht von Katniss und kann sich so nie sicher sein, wie ihre Taten vor dem Bildschirm ankommen, was sich die Spielleiter sich gerade denken oder warum das Spiel sie gerade jetzt belohnt oder bestraft. Im Film werden auch immer wieder die Spielleiter gezeigt oder das Publikum.

 

Es wird im Film auch nicht wirklich klar, dass das was Katniss macht oft nur dazu dient, die Massen zu begeistern um Geschenke von Sponsoren abzugreifen. Im Film wirkt alles viel mehr als ob man wirklich Zuschauer der Hunger Games ist und man merkt nicht wie Katniss den Zuschauer eigentlich manipuliert und den Spielen ihre Regeln aufzwingt. Das ist schade weil es ein zentrales Element im Buch ist. Es ist zwar noch im Film zu sehen aber ohne Hintergrundwissen aus dem Buch erkennt man die Tragweite, den Grund für die gezeigten Bilder oft nicht.

 

Ich muss aber Jennifer Lawrence loben. Sie ist nicht nur für den Film eine ideale Besetzung sondern ein Vorbild für ganz Hollywood. Denn mit ihr hat man ein Mädchen genommen welches nicht dem allgemein propagierten Schönheitsideal entspricht. Sicher sie ist ein hübschen Mädchen aber fern ab von Magerwahn und Schönheitsoperationen. Sie ist hübsch weil sie eben nicht perfekt ist. Das macht sie zu einem wesentlich besseren Vorbild für heranwachsende Mädchen als die ganzen anderen Popstars, Models und Schauspielerinnen zusammen. Dafür kann man dem Film eigentlich gar nicht genug danken.

 

Abschließend würde ich sagen man kann den Film schauen. Nur würde ich ihn nicht als Kinderfilm ansehen. Dafür ist die Kritik an Gesellschaft und Medien zu komplex. Dafür fließt auch an einigen Stellen zu viel Blut. Wie gesagt der Film sitzt etwas zwischen den Stühlen… denn gerade Katniss wäre ein gutes Vorbild für Kinder / jugendliche Mädchen.

 

nuff said…

Lets Dance!

So mal wieder was von mir. Leider war ich jetzt eine ganze Zeit krank und kam daher nicht zum schreiben oder zu sonst irgendwas anderem. Da ich immer noch leicht verschnupft und etwas stärker verhustet (ich weis, dass ist kein Wort) bin gibts heute nur etwas Musik von mir. Dafür hab ich aber in den nächsten Tagen wieder etwas mehr zu sagen da sich doch das eine oder andere angesammelt hat :)

 

Fangen wir mal mit den Dananananakroyd’s an. Keine Ahnung ob das genug nana´s im Namen sind aber ich gehe einfach mal davon aus. Außerdem hab ich keine Ahnung wo ich die Musik einordnen soll. Würde ich Hardcore sagen würde die Hardcore-Polizei wohl morgen vor meiner Tür stehen und mir wenigstens böse Blicke zu werfen….

 

 

Direkt weiter zu den Los Campesinos. Die klingen für mich irgendwie wie die Pop-Version von Danananananakroyd. Auf jeden Fall eine gute Band die aus sehr vielen Leuten besteht. Außerdem hat ihr Sänger diesen wunderschönen britischen Akzent. Wenn ich ein Mädchen wäre würde ich das total sexy finden. So ists einfach nur verdammt cool.

 

Wenn wir schon bei britischen Akzent sind dann fallen mir auch noch Matt and Kim ein. Auch hier wieder diese so super tolle Aussprache… hach. Außerdem machen die beiden immer nur zu zweit Musik. Genau wie die nächste Band. Nein nicht die White Stripes. Auch nicht Tenacious D obwohl die durchaus cool sind. Auch nicht die Japandroids. Auch nicht An Horse. Auch nicht Tegan und Sara. Auch nicht… verdammt es gibt aber viele Duos.

 

 

Ich meine Math the Band. Ha! Mit den hätte keiner gerechnet! Aber nur weil die keiner kennt :/ Mir egal. Ich kenn sie und ich liebe Musik die mit 8Bit Sounds versehen ist. Allein über das Thema könnte ich jetzt schon Stunden schreiben aber das würde nur beweisen, dass ich irgendwo auch Musiknerd bin. Also weiter zu nächsten Band die auch Musik mit einem Super Nintendo macht. Oder so ähnlich…

 

 

Enter Shikari dürfte dann auch wieder der eine oder andere kennen. Ich finds sie live einfach großartig und ihre Bekanntheit ist auch irgendwie verdient da sie einen recht eigenen Stil haben. Genau richtig zwischen hartem Nintendocore den ich nichts mehr abgewinnen kann (keine Melodien) und Poprock.

 

 

Aber man muss ja nicht nur Musik mit alten Videospielkonsolen machen. Man kann ja auch über alte Videospielklassiker singen. The Megas haben sich z.B. auf Megaman spezialisiert und dem kleinen Kerl seine eigenen Hymnen geschrieben.

 

 

Und wenn wir schon bei Musik zu Videospielen sind dann haben wir auch noch Musik aus Videospielen. Hier von Crush 40 aus Sonic Adventure für die Dreamcast. Das Spiel hat heute noch einen meiner lieblings Soundtracks. Vielleicht noch ein paar Nerdinfos dazu: Crush 40 ist eine Band in der mindestens einer der Entwickler von Teamsonic spielt. Die sind also nicht eingekauft sondern haben sich mehr oder weniger extra für Sonic zusammen gefunden. Tolle Geschichte!

 

 

Zum Schluss gibts noch etwas was leider nicht in die Reihe toller Überleitungen passt. IHr habt die Überleitungen doch bemerkt oder? Jede Band hatte etwas mit der davor gemeinsam… wehe ihr würdigt das nicht. Das hat mich ca. 10min gekostet um eine Liste zu bauen die so schön verzahnt ist.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Beach House. Die bringen im Mai ein neues Album raus und das ist eines ihrer ersten neuen Lieder. Ich liebe die beiden und ihre Musik (oh noch ein Duo) weil sie sooo langsam ist. Weil man sich da einfach entspannen kann. Weil man hier alles los lässt und anfängt zu träumen. Ganz großes Kino… äh Radio. Äh ihr wisst schon was ich sagen will.

 

MfG Thomas

 

Oke eine totale Nerdnummer muss dann doch noch mit rein:

 

 

Ihr kennt Dragonball? Ihr kennt Nappa der zusammen mit Vegeta die Erde zerstören wollte? Gut. Denn es gibt im Internet eine Fansyncro die sich Dragonball Abridged nennt. Hier kehrt Nappa als Geist zurück und nervt Vegeta. Und das ist sein Themesong. Gesungen bei Dessertbus einem Spendenevent von Nerds für Nerds für Kinder. Oder so…